Ein Dankeschön aus Pasewalk
"Unsere kleine Schule müht sich immer noch sehr zu wachsen und im fröhlichen Gemeinschaftsgeist gute Schule zu manchen und durch Gesang und Gesprächen Gott und Jesus bewusst in unserem täglichen Alltag lebendig dabei zu haben. Mit Ihrer Unterstützung haben Sie uns sehr geholfen, diesen Weg weiter zu gehen," schreibt Dietlind von Zitzewitz, stellvertretende Vorsitzende des Schulfördervereins der ev. Grundschule in Pasewalk. Dieses Dankeschön wurde mit einer herzlichen Einladung nach Pasewalk verbunden.

Die Hauptgruppe Osnabrück hatte die Schule im letzten Jahr in ihren Projektekatalog aufgenommen und 2.000 Euro zur Verfügung gestellt.
 
Besuch in Melle

Ein Nachmittag mit Frau Luise Wolfram

 Im Gemeindesaal der Petri Kirche in Melle trafen sich auf Einladung der GAW Gruppe und der Frauenhilfe über 60 Frauen. Sie setzten sich zusammen aus der Frauenhilfe Neuenkirchen, der Frauengruppe von Paulus, der Seniorengruppe Paulus und weiteren Interessierten. An diesem Nachmittag zeigte Frau Wolfram aus Hannover aktuelle Bilder von der russischen Exklave Kaliningrad und berichtete lebendig von ihren Erfahrungen in dieser vor Jahren noch  „verbotenen“ Stadt.

 Frau Wolfram berichtete anhand der Karte der früheren UDSSR, dass Kaliningrad (Königsberg) 1991 als   Teil Russlands in eine  Insellage geraten sei. Seit Mai 2004 sieht es sich von der EU umzingelt,  ist somit eine russische Exklave in den östlichen Staaten der EU. Bis Moskau beträgt die Entfernung 1.200 km – bis Berlin sind es nur 600 km.

 Um Kaliningrad attraktiver zu machen, wurden von Moskau aus Reisegruppen und Schüleraustausche organisiert. Um gleichzeitig aber die Stadt von der EU abzuschotten, hat man einen 5 km breiten Grenzbereich geschaffen. Die politische Führung wurde von Moskau eingesetzt. Zum ehemaligen Königsberger Dom zeigte die Referentin verschieden Dias. Der Dom wurde im Krieg vollkommen zerbombt und 1993 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Heute ist  der Dom wieder begehbar. Er hat eine große Orgel mit 9.000 Pfeifen und mindestens 100 Registern . In einem Seitenflügel befindet sich das Begräbnis von Emanuel Kant.

 Seinerzeit  sollte mit Unterstützung des Magazins „Spiegel“ der Boden unter dem Dom erforscht werden. Diese Ausgrabungen wurden aber abgebrochen. Jetzt geht man über Glasböden in den Fluren darüber. Die Regierung in Moskau hat kein Interesse mehr an den Ausgrabungen.

 Zur 750 Jahr-Feier wollte die Regierung die Bevölkerung beeindrucken. Es wurde das größte Kaufhaus „Viktoria“ eröffnet. Wegen der hohen Einkaufspreise kann aber ein Normalverbraucher dort nicht einkaufen, das bleibt den sogenannten „Neu-Russen“ vorbehalten. Dabei handelt es sich meist um Personen, die beim Zusammenbruch der UDSSR an den Schalthebeln saßen und sich durch Verkäufe z.B. aus Geräten von Kolchosen bereichern konnten.

Im Jahr 1989 bekamen Rentner lediglich umgerechnet 10 – 40 EURO monatlich. In der jetzigen Wirtschaftskrise sieht es noch schlechter aus, so erhält z.B. ein Lehrer nur die Hälfte des Gehaltes ausgezahlt.

 Deprimierend waren die Fotos einer Baulandschaft aus eintönigen acht- bis zehnstöckigen Wohnsilos auf der früheren –„Lomse“, einem ehemaligen Schrebergartengebiet deutscher Zeit. In dem sozialistischen Einheitsblock leben etwa 50.000 Personen, überwiegend Soldatenfamilien, die zur Verteidigung von Russlands westlichstem Vorposten aus der ehemaligen DDR umgesiedelt wurden.

Frau Wolfram hat mit ihrem Mann vier Jahre in der Auferstehungskirche, einem großen üppigen Baukomplex, der im Grundriss einen zu drei Vierteln geschlossenen Kreis bildet, gearbeitet.

Der runde Baukörper umschließt einen gepflasterten Innenhof, der unterkellert ist und in dem sich das Lager für die humanitäre Hilfe befindet. Das offene Viertel ist der Zugang zum zentralen Kirchraum.  Der Name Auferstehungskirche wurde deshalb gewählt, weil sich das Baugelände auf einem früheren Friedhof befindet.

In der oberen Etage des linken Flügels sind Sekretariat, Buchhaltung , Verwaltung der Propstei und ein Besprechungs- und Amtszimmer des Propstes untergebracht. Im Parterre haben der Hausmeister und seine Familie ihre Wohnung. Im Obergeschoss befindet sich die Dienstwohnung des Propstes.

Familie Wolfram war die erste Bewohnerin dieser Wohnung im Jahr 1999. Frau Wolfram berichtete von der vielfältigen Arbeit in der Kirchengemeinde. Ganz besonders hatte sie den Ausspruch einer Frau gefreut, die sagte:  „Wir haben jetzt einen Pfarrer zum Anfassen“.

Der Gottesdienstbesuch am Sonntag ist gut, nur im Winter ist durch die weiten Anfahrtswege der Besuch geringer.

Es handelt sich um eine bunt gemischte Gemeinde. Zur Zeit macht die große Zahl der Straßenkinder Sorge. Die Diakonie hat einen Container eingerichtet, um diesen Kindern zu helfen.

Viele deutsche Besuchergruppen halten den Kontakt zur Auferstehungskirche aufrecht.

 Margret Seroka und Edda Kreiensiek

 

 
Danke aus Bourdeaux
Ein herzliches Dankeschön aus dem französischen Bourdeaux erreichte die Hauptgruppe Osnabrück. Mit 2.000 Euro war im letzten Jahr die Dachsanierung der Kirche in der Region Rhone unterstützt worden. Mit dem Geld habe die Instandsetzung des Daches abgeschlossen werden können, wie Pastor Christian Blanchard schrieb. Dadurch könne jetzt mit der Innenrestaurierung begonnen werden. "Seien Sie unserer innigen Dankbarkeit für Ihre großzügige und brüderliche Hilfe noch einmal versichert," so Christian Blanchard in seinem Dankesschreiben.
 
Begegnung unter dem Diaspora-Dach
Hans Neithardt Hansch als Gustav II. Adolf von SchwedenDas Diaspora-Haus mit der Aufschrift "Diaspora braucht Dächer" war beim evangelischen Kirchentag in Bremen Treffpunkt für viele Gäste und die Mitglieder der Hauptgruppen Osnabrück und Bremen. Die Besucher wurden persönlich begrüßt von Gustav II. Adolf von Schweden. In historischer Kleidung übernahm unser Vorstandsmitglied Hans Neithardt Hansch diese Rolle. An seiner Seite stand sein "Page" und Enkelsohn Jan-Niklas Hansch. Beide informierten über das Gustav Adolf Werk, verteilten 400 Preisrätsel, für die eine Reise nach Leipzig winkte und hießen - auf unserem Foto- eine  Familie aus Kolumbien willkommen.
 
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