Ehrung

Bernsteinkreuz für Friedrich Rost

 Ehrung von Friedrich Rost
Für 30-jähriges Engagement im GAW wurde Friedrich Rost mit dem Bernsteinkreuz ausgezeichnet: v.l. GAW-Präsident Dr. Wilhelm Hüffmeier, Luise Rost, Friedrich Rost und Hartmut Giesecke von Bergh.

„Er zeichnet sich durch Freundlichkeit und Fröhlichkeit aus und er ist von Natur aus ein Christ.“ Diese Wertschätzung von Prof. Dr. Wilhelm Hüffmeier, Präsident des GAW, ging an Friedrich Rost.  Seit 30 Jahren ist Rost Mitglied des GAW und seit 28 Jahren im Vorstand der Hauptgruppe Osnabrück aktiv.

Als Friedrich Rost vor fast 30 Jahren als Mitglied der evangelisch-reformierten Kirche zu einer GAW-Mitgliederversammlung entsandt  wurde, war er der richtige Mann zur recht Zeit. Das Programm des GAW, nämlich Menschen im Gemeindeleben zu unterstützen, die als Protestanten in der Minderheit in allen Ländern der Welt leben,  überzeugte den Osnabrücker. Er wurde GAW- Mitglied und zwei Jahre später stellvertretender Vorsitzender der GAW Hautgruppe Osnabrück. Dieses Amt wurde durch Aufgaben als  Geschäftsführers erweitert. Das alles ehrenamtlich, hob  Dr. Hüffmeier hervor. Der GAW Präsident dankte dem 88-Jährigen für seinen Einsatz und zeichnete ihn mit dem Bernsteinkreuz des GAW aus.

Friedrich Rost blieb bis 2008 stellvertretender Vorsitzender  und er ist weithin als Beisitzer im Vorstand der Hauptgruppe tätig. Zu seiner kirchlichen Arbeit gehörte auch das Engagement im Kirchenrat der reformierten Kirche Osnabrück, als Mitglied der evangelisch-reformierten Synode und bis 2000 als ehrenamtlicher Leiter des evangelisch-reformierten Rentamtes im Synodalverband.

Die Auszeichnung mit dem Bernsteinkreuz wurde Friedrich Rost während des Jahresfestes der GAW Hauptgruppe in Bad Bentheim verliehen

 
Vertreterversammlung in Osnabrück

Bundesweite Vertreterversammlung tagt in Osnabrück – Protestantische Hilfsorganisation unterstützt weltweit 150 Vorhaben

 Vertreterversammlung 2010 - Osnabrück
 Vertreterversammlung 2010

Gustav-Adolf-Werk fördert Predigtkirche Luthers

 

Osnabrück. Die bundesweite Vertreterversammlung des Gustav-Adolf-Werks (GAW) hat in Osnabrück ihren Projektkatalog für 2011 beschlossen. Mit 1,6 Millionen Euro will das Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland weltweit insgesamt 150 Vorhaben unterstützen.

Das GAW ist die älteste Organisation im protestantischen Bereich und unterstützt evangelische Gemeinden, die in der Diaspora, also in der Minderheit, leben. Tätig ist die Organisation in Südamerika, Europa und Zentralasien.

Das im 19. Jahrhundert gegründete Hilfswerk stelle hauptsächlich Zuschüsse für Bauvorhaben zur Verfügung, so GAW-Generalsekretär Enno Haaks. „Meist erhalten die Partnerkirchen ein Drittel der Fördersumme aus Mitteln des GAW.“ Die anderen Gelder müssten die Antragsteller selbst aufbringen und durch andere Quellen abdecken, so Haaks.

Für die jährliche Vertreterversammlung bereitet ein Ausschuss die Vorstellung der nationalen und internationalen Projekte vor. Die Delegierten von bundesweit 24 Hauptgruppen beschließen einen Projektkatalog für das jeweils kommende Jahr. Jede Gruppe nimmt sich einiger Vorhaben an und verpflichtet sich, für diese die finanziellen Mittel aufzubringen.

„Die Devise lautet dabei: Alles auf Hoffnung“, schildert es Pastor Hartmut Giesecke von Bergh. Der erste Vorsitzende der Hauptgruppe Osnabrück hat zusammen mit den 200 Mitgliedern ein Jahr lang Zeit, seine Zusage durch Spenden in bare Münze umzuwandeln.

Die Delegierten beschlossen in Osnabrück ebenfalls eine Angliederung der Stiftung „Protestantische Identität und Ökumene“. Sie werde ihr Stiftungskapital von 700000 Euro in die Arbeit des GAW einbringen, sagte Haaks. Angenommen wurde auch der Antrag, die Renovierung der Predigtkirche Martin Luthers in Wittenberg bis 2017 mit jährlich 10000 Euro zu unterstützen.

Seit zehn Jahren fließen auch finanzielle Mittel in die innerdeutsche Diaspora und dabei überwiegend nach Ost-Deutschland, erläutert Enno Haaks. „Wir wollen dort der Entchristlichung durch zwei Diktaturen begegnen, indem wir protestantische Projekte in Schulen fördern.“

 

 
Für den Hauptsitz in Buenos Aires fehlt Geld

Kirchen-Hauptsitz in Buenos Aires

Die erste Bauphase für den Um- und Neubau des Hauptgebäudes der Evangelischen Kirche am La Plata ist abgeschlossen.
Leider ist mit der Beendigung des geplanten Projektes vorläufig nicht zu rechnen, auch der Umfang wird sich
verringern. Kurz nach Beginn der Bauarbeiten stellte sich heraus, dass unvorhersehbare Renovierungsarbeiten nötig
wurden (z.B. defekte Kanalisationsrohre). In wlechem Umfang weitergebaut wird, entscheidet die GAW-Leitung. Der
Generalsekretär der Iglesia Evangelica del Rio de la Plata, Juan Abelardo Schvindt, und Kirchenpräsident Federico
Schäfer dankten für die solidarische Hilfe aus Deutschland: "Ohne diese Hilfe wären wir nicht an dem Punkt
angelangt, an dem wir uns heute befinden in Bezug auf den Umbau und die Erneuerungen des von der IERP als Hauptsitz
erworbenen Gebäudes."

Die GAW-Hauptgruppe Osnabrück hatte den Um- und Neubau des Kirchensitzes in seinen Projektkatalog 2009 aufgenommen
und mit 3.000 Euro unterstützt.

 
Dank aus Polen
Renovierung in Belchatow abgeschlossen

Mit rund 14.000 Euro förderte das GAW die Fassadenerneuerung des Kirchengebäudes in der Evangelisch-Reformierten Gemeinde in Belachatow, Polen. Die Kirche und das OPIRO-Zentrum erhielten eine neue Einfriedung, es wurden Eingänge versetzt und die Fassade erneuert. "Die Realisierung des Plans der Renovierungsarbeiten wäre ohne GAW Unterstützung unmöglich, deshalb sind wir sehr dankbar. Im Namen der Evangelisch-Reformierten Gemeinde in Belachatow möchte ich mich herzlich für Ihre Hilfe bedanken," schreibt Pfarrer Marek Izdebski.
 
Diaspora lebt von der Basis
 Generalsekretär Enno Haaks
Generalsekretär Enno Haaks ist Gast bei der Mitglieder-
versammlung in Bad Essen (re. Hartmut Giesecke von Bergh).

Mitgliederversammlung mit Enno Haaks

Seine Schilderungen kamen aus erster Hand. Enno Haaks, neuer Generalsekretär des GAW, berichtete während der Mitgliederversammlung in Bad Essen eindringlich von der Notwendigkeit der Diaspora Hilfe. Der Geistliche hatte vor seiner Ernennung zum Generalsekretär mehrere Jahre als Pastor und Religionslehrer in Santiago, Chile gelebt. Seine Arbeit sei geprägt worden vom Kampf um das Überleben von gemeindlichen Einrichtungen und der unsicheren politischen Lage. Seine Erfahrungen aus der praktischen Arbeit vor Ort will Haaks jetzt in die leitende Funktion als Generalsekretär einbringen. Das GAW setze sich für den Minderheitenschutz und das Recht aller Christen auf Religionsausübung ein. Diasporahilfe lebe von der Arbeit der Kirchenbasis, so Haaks. Die Struktur des GAW  mit selbstständig  arbeitenden Hauptgruppen bilde dafür die Grundlage. Die Kommunikation der selbständigen Hauptgruppen unter einem  Dach des GAW sei allerdings notwendig, betonte Haaks. Der neue Generalsekretär sieht drei Säulen seiner Arbeit: neue Projekte, die Begleitung und gewissenhafte Finanzverwaltung laufender Projekte sowie den Kontakt zu den Hauptgruppen.

Die herausragende Veranstaltung des GAW-Jahres der Hauptgruppe Osnabrück wird die Vertreterversammlung des Gesamtwerks sein, die vom 19. bis 21. September in Osnabrück stattfinden wird. Hans-Neithardt Hansch berichtete von den Vorbereitungen. Demnach werden hundert Delegierte erwartet. Das Treffen beginnt mit einem Empfang im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses.

Eine Woche später, am 25. und 26. September, wird das Jahresfest in Melle gefeiert.

Edda Kreiensiek, Leiterin der GAW Frauengruppe,  informierte die Mitglider über das Jahresprojekt "Gerechtigkeit erhöht ein Volk". Die Frauengruppe Melle wird das Projekt, das die Bildung von Frauen in Chile, Bolivien und Uruguay in den Mittelpunkt stellt, aktiv unterstützen.
Bärbel Recker-Preuin

 
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