Von der GAW-Arbeit zur Frauenhilfe

Vor hundert Jahren fanden sich Frauen aus Melle zusammen, um anderen zur Seite zu stehen, um die Not zu lindern und in christlicher Nächstenliebe Halt und Stütze zu geben. Sie gründeten die evangelische Frauenhilfe der St. Petri-Gemeinde in Melle. Auslöser und Initiator war die Meller Frauengruppe des Gustav Adolf Werkes, die vor 35 Jahre zuvor gegründet worden war. Beide Frauengruppen feierten dieses Jubiläum gemeinsam.

 Die Frauenhilfe Melle und die GAW Frauengruppe

Die Frauenhilfe Melle und die GAW Frauengruppe erhielten Glückwünsche für 135 bzw. 100 Jahre tätige Nächstenliebe. V. li. Rita Beutin, Christoph Stiehl, Edda Kreiensiek, Margret Seroka und Burghard Krause. 

Viel Lob und Anerkennung erhielt Margret Seroka, seit 24 Jahren Vorsitzende der Evangelischen Frauenhilfe in Melle. Auch Edda Kreiensiek, Vorsitzende der GAW-Frauengruppe, denn beide ziehen an einem Strang und gehen damals wie heute gemeinsame Wege. Viele Mitglieder sind in beiden Gruppen tätig.

„Sie haben vieles ins Rollen gebracht. Ihre Arbeit hat Früchte getragen,“ sagte Pastor Christoph Stiehl
während der Festandacht. Er begrüßte viele Gäste, die das hundertjährige, bzw. das 135-jährige Jubiläum, mit
Andacht, singen, Kaffeetrinken, Glückwünschen und einem Festvortrag von Landessuperintendent Burghard Krause feierten.  

Als sich vor 135 Jahren Frauen in der Meller GAW Gruppe zusammenschlossen, war dieses kein leichter Weg, um Solidarität mit anderen Frauen zu üben. Die Gründung sei die Möglichkeit gewesen, sich aus der Enge von Ehe und Familie zu befreien, so Edda Kreiensiek.

Die Not in der Gemeinde war groß und die Hilfe der Frauen wirkte segensreich. Als die Aufgaben immer umfangreicher und der Zuspruch größer wurde, gründeten Frauen die Frauenhilfe Melle. Sie leisteten soziale Arbeit vor Ort. Heute geht die  Arbeit der GAW-Frauen weit über Melle hinaus. Es werden weltweit Projekte für misshandelte und benachteiligte Frauen und Kinder unterstützt.

Auch die Arbeit der Frauenhilfe wandelte sich. Die Gruppe pflegt Gemeinsinn und Geselligkeit, die Frauen mischen sich politisch und gesellschaftlich ein und bilden sich fort.
Für dieses Wirken vor Ort und in aller Welt erhielten Margret Seroka und Edda Kreiensiek Glückwünsche von Rita Beutin, Vorstandsmitglied der Frauenarbeitsgemeinschaft im GAW, GAW-Vorstandsmitglied Wiard Müntinga, Bürgermeisterin Annegret Mielke und Landessuperintendent Burghard Krause.

 
Zu Besuch in Estland
 Besuch in der Jaani-Kirche Viliandi
Pastor Hartmut Giesecke von Bergh, Propst Markus Titus und Superintendent Hans Hentschel in der Jaani-Kirche Viliandi am Johannistag 2012.

Für das Gustav Adolf Werk nahm der Vorsitzende der Hauptgruppe Osnabrück, Pastor Hartmut Giesecke von Bergh im Juni 2012 am zweiten Teil der Partnerschaftsreise des Kirchenkreises Bramsche in die ev.-luth. Propstei Viliandi in Estland teil.

Bei Besuchen in den Gemeinden Pöltsamaa, Pilistvere, Viliandi, Karksi,  Taagepera, Helme, Paistu und Köpu konnte er sich über die teilweise bedrückende Situation informieren, in der vor allem die kleinen evangelischen Gemeinden in Estland in der Diaspora leben. So können beispielsweise in einer Gemeinde von 900 Getauften und Konfirmierten nur 50 Gemeindeglieder den Gemeindebeitrag bezahlen aus dem alle Kosten, auch die Pastorengehälter finanziert werden müssen. Ein Pastor verdient ca. 300 € ; nicht alle Gemeinden können dieses Gehalt aufbringen.

Viele der kleinen Kirchen befinden sich in einem renovierungsbedürftigen Zustand. Zur Unterstützung der erfolgreichen Jugendarbeit in der Propstei wird der Kirchenkreis Bramsche im Sommer einen gebrauchten VW Bus nach Pilistvere bringen. Auch das Gustav-Adolf-Werk in Leipzig ist um Untertsützung aus dem Motorisierungsfond angefragt worden.

Pastor Giesecke von Bergh wird bei einem der nächsten Treffen der Hauptgruppe über seine Reise informieren.

 
Ehrung mit Kreuz und Nadel
Ehrung Ehepaar Pfitzner
Seit zehn Jahren steht das Meppener Ehepaar Pfitzner der GAW Hauptgruppe treu zur Seite. Für alle Dienste, insbesondere für die gute Öffentlichkeitsarbeit, erhielten sie jetzt Dank und Ehrenzeichen. V.li., Robert Pfitzner, Hartmut Giesecke von Bergh, Helga Pfitzner und Hans Neithardt Hansch.

Seit zehn Jahren leisten sie in der GAW Hauptgruppe Osnabrück treue Dienste, nie im Vordergrund - aber immer effektiv: Helga und Robert Pfitzner. Während des Jahresfestes im Jahr 2002 in Meppen konnte das Ehepaar als Mitglied für das GAW gewonnen werden. Seitdem organisieren sie die GAW-Arbeit in der Gustav-Adolf Gemeinde in Meppen und flegen eine ausgesprochen gute und wirksame Öffentlichkeitsarbeit im Gemeindebrief. Es versteht sich, dass sich das GAW stets über eine "gute Presse" und eine liebevoll gestaltete GAW-Seite freuen kann. Selbstverständlich sind die Pfitzners bei vielen GAW Veranstaltungen der Hauptgruppe vertreten.

Während der letzten Jahreshauptversammlung in Engter dankte Hartmut Giesecke von Bergh für ihren Einsatz, Vorstandsmitglied Hans Neithardt Hansch schloss sich dem an und überreichte Helga Pfitzner das GAW-Kreuz und Robert Pfitzner die GAW-Anstecknadel als sichtbares Zeichen des Dankes.

 
Hartmut Giesecke von Bergh im GAW-Gesamtvorstand

Die Vertreterversammlung des GAW wählte während ihrer letzten Sitzung den Vorsitzenden der Hauptgruppe Osnabrück, Hartmut Giesecke von Bergh, in den Gesamtvorstand. Der Vorsitzende der Hauptgruppe Osnabrück wurde Nachfolger des Vorsitzenden der Hauptgruppe Ostfriesland Pastor Sven Grundmann, der satzungsgemäß ausschied. Hartmut Giesecke von Bergh ist einer von vier Beisitzern, die mit dem geschäftsführenden Vorstand die Belange des GAW Deutschland bestimmen. Giesecke von Bergh wurde für vier Jahre in dieses Amt gewählt.

„Ich möchte in dieser Zeit die Aktivitäten und Sichtweisen der Diasporaarbeit einer kleinen aktiven Hauptgruppe in die Weiterentwicklung des GAWs einbringen. Dabei liegt mir die Verbindung zu den Gemeinden und Kirchenkreisen besonders am Herzen, um das Anliegen der geschwisterlichen Hilfe für die kleinen evangelischen Minderheitsgemeinden in aller Welt als ein grundlegendes Kennzeichen christlichen Glaubens und Handelns hervor zu heben“ , sagte Hartmut Giesecke von Bergh.
Zu seinen persönlichen Schwerpunkten in der Arbeit im Gustav-Adolf-Werk gehören die Kontakte nach Osteuropa und Lateinamerika.

 
Meller Frauen erhalten das Bernsteinkreuz
Meller Frauen erhalten Bernsteinkreuz
Mit dem Bernsteinkreuz des GAW wurden ausgezeichnet: Annemarie Brünjes, die seit 51 Jahren Mitglied der Frauengruppe ist, 43 Jahre bzw. 41 Jahre setzen sich Martha Traub und Margret Radi ein und 36 Jahre sind Wilma Meier, Erika Quest und Margret Seroka dabei.

„Sie sind die Perle der Hauptgruppe Osnabrück“, sagte Pastor Hartmut Giesecke von Bergh. Der Vorsitzende der GAW Hauptgruppe meinte damit die Mitglieder der Frauengruppe Melle. Er zeichnete sechs Damen mit dem Bernsteinkreuz des GAW aus. Sie sind mehr als 35 Jahre dabei und haben in dieser Zeit Etliches für evangelische Christen in aller Welt geleistet.

Rund 15 Damen, gehören der Frauengruppe Melle im GAW Osnabrück an. Sie seien nicht nur „Perlen-Schmuck“ der Diaspora im Sprengel Osnabrück, sondern ein sehr aktive Zweig, so Giesecke von Berg. Die Frauen treffen sich unter der Leitung von Edda Kreiensiek einmal monatlich im Gemeindehaus der St. Petri Kirche. Kaffee, Kuchen und Gespräche stehen dann auf dem Programm, doch das ist nur geselliges Beiwerk. Hauptsächlich geht es den Frauen um Information über die Lebens- und Glaubensbedingungen der evangelischen Diaspora Gemeinden in aller Welt. „Sie setzen sich für Christen ein,  die ihren Glauben unter schwierigen Bedingungen leben müssen“, dankte Hartmut Giesecke von Bergh.

Neben der Information ist die tatkräftige Hilfe das Anliegen der Frauengruppe.  Alljährlich sammeln sie für ein Projekt der GAW-Frauenarbeit und tragen so zur Unterstützung der Diaspora Gemeinden bei.

„Frauen sind die treibenden Kräfte in unseren Gemeinden, wenn es um Nächstenliebe und tatkräftige Hilfe geht“, so Pastor Christoph Stiehl, der mit einer Andacht die Feierstunde zur Auszeichnung mit dem Bernsteinkreuz begann.

„Einfach Spitze, dass du da bist,“ sangen die Petri-Finken und fröhlicher hätte ihr Glückwunsch kaum ausfallen können.

 
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