Die GAW-Frauen sind wichtige Stütze
Dank und Blumen für die Kassiererin

Doris Drosselmeier
Doris Drosselmeier erhielt für ihre langjährige Tätigkeit als Kassiererin in der Frauengruppe Melle Dank und Anerkennung von Hartmut Giesecke von Bergh.
„Die Frauengruppe Melle leistet mit hohem Engagement einen segensreichen Dienst“, sagte Hans Neidhardt Hansch während seines Festvortrages zum 175jährigen Jubiläum der Hauptgruppe. Ein besonders aktives Mitglied dieser Frauengruppe ist Doris Drosselmeier.
Hartmut Giesecke von Bergh dankte allen Damen der Gruppe, die unter der Leitung von Edda Kreiensiek stehen. Insbesondere Doris Drosselmeier, sie erhielt für ihre fast 30jährige Tätigkeit als Kassiererin einen Blumenstrauß.
Die Melleranerin trat 1989 der Frauengruppe bei und wurde ein Jahr später Kassiererin der GAW-Frauen. Dieses Amt hat sie bis heute inne. Die Meller Frauengruppe wurde 1877 gegründet und ist nach wie vor sehr aktiv.
Mit Spenden und verschiedenen Aktionen tragen die Frauen erheblich dazu bei, dass das jährliche Budget für Hilfsprojekte aufgestockt werden kann. Mindestens 2.000 Euro sammeln die Frauen in jedem Jahr zumeist für Projekte, die benachteiligten Frauen, Kindern und Familien in der weltweiten Diaspora zugute kommen.
Doris Drosselmeier verwaltet diese Spenden ebenso, wie die interne Kasse, dessen Inhalt das gesellige Miteinander fördert.
 
Chronik 175 Jahre Hauptgruppe Osnabrück

Hans Neidhardt Hansch recherchiert 175 Jahre GAW-Arbeit


175 Jahre alt, junggeblieben, tatkräftig und äußerst lebendig – diese Attribute passen zur GAW Hauptgruppe Osnabrück. Seit 175 Jahren leistet die Diaspora Gemeinschaft Hilfe für Glaubensgeschwister in aller Welt. Ungebrochen ist das Engagement der heute gut 200 Mitglieder. 175 Jahre sind vor allem ein Grund zum Feiern. Die Mitglieder ließen das vergangene Wirken bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Revue passieren. Grundlage dafür war der Festvortrag von Hans Neithardt Hansch, Superintendent i.R. und ehemaliger Vorsitzender der Hauptgruppe. Die Mitglieder blickten auch in die Zukunft: sie wollen ihre finanziellen Leistungen aufstocken und wählten sieben Projekte, die im Jahr 2019 unterstützt werden.

Festvortrag 175 Jahre von Hans Neithardt Hansch
Hans Neithardt Hansch erarbeitete zum GAW Jubiläum die Chronik und hielt den Festvortrag

Die 175 Jahre fortdauernde Arbeit der GAW Hauptgruppe Osnabrück aufzuzeigen, war keine leichte Aufgabe, zumal viele Unterlagen, Fakten und Bilder nicht mehr vorhanden sind, außerdem die Chronik den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges zum Opfer fiel, wie Wiard Müntinga, stellvertretender Vorsitzender, mitteilte.  Hans Neithardt Hansch machte sich trotzdem an die Arbeit und recherchierte die lange Geschichte der Hauptgruppe. Seine Arbeit sei die Erinnerung an das segensreiche Schaffen der Gründer, der nachfolgenden Vorstände und Mitglieder, sie sei auch die Basis für die künftige Arbeit zum Wohle religiöser Minderheiten, so Hartmut Giesecke von Bergh. Der Vorsitzende dankte Hans Neithardt Hansch für seine akribische Arbeit.

175 Jahre Diasporaarbeit im Raum Osnabrück, in der Grafschaft Bentheim und im Emsland finden ihren Ursprung beim schwedischen König Gustav Adolf II. Er gelte als „Retter des Protestantismus“, so Hans Neithardt Hansch. Durch sein militärisches Eingreifen während des Dreißigjährigen Krieges befreite er protestantische Länder in Deutschland, ermöglichte die Verbreitung der Reformation und evangelisches Gemeindeleben.

Sein Todestag, der 9. November 1632, wurde in den evangelischen Kirchen in dankbarer Erinnerung gehalten, erläuterte Hans Neithardt Hansch in seinem Festvortrag.

Einige Eckdaten seines Referates:

  • Zum 200. Todestag des Schwedenkönigs trafen sich in der Nähe des Sterbeortes in Lützen zahlreiche Menschen vor dem schlichten Gedenkstein für Gustav Adolf. Die Versammlung beschließt, es nicht bei dem steinernen Denkmal zu belassen, sondern die Hilfe für notleidende evangelische Christen in der Diaspora im Sinne des Schwedenkönigs zu organisieren. Am 6. November 1837 wird die Gustav Adolf Stiftung gegründet.
  • Schnell bildeten sich viele regionale Gruppen, die diese Idee unterstützten. Es gründen sich 44 Hauptgruppen, 1400 Zweiggruppen und mehrere Frauenvereine. Eine Hauptgruppe wird in Osnabrück ins Leben gerufen.
  • Gründung des Osnabrücker Vereins mit großer Beteiligung am 11. Juli 1843. 360 Mitglieder unterzeichnen die Urkunde. Der Friedensaal des Osnabrücker Rathauses ist zu klein, also ziehen die Diaspora-Freunde in die Marienkirche um.  Am 6. November 1843 schließen sich in Bramsche mehrere Gemeinden zur Hauptgruppe Osnabrück zusammen und geben sich eine Satzung. Ein Zusammenschluss mit übrigen Hauptgruppen im damaligen Königreich Hannover wird  abgelehnt und so ist es bis heute geblieben.
  • Rektor Stüve, Osnabrück, und Amtsvorsteher Hüpeden, Freren, sind die „Motoren“ der Gründerjahre.
  • Spenden werden 1852 für die Diaspora-Gemeinde Baccum gesammelt. Ein Jahr später gibt es den Frauenverein Lingen. Große Unterstützung für den Kirchneubau und bestehende Kirchgebäude erfahren die Gemeinden Meppen, Lengerich und Loxten.
  • 1877 gründet sich der Gustav Adolf Frauenverein Melle, der bis heute eine wichtige Stütze der GAW-Arbeit in der Hauptgruppe Osnabrück ist.
  • 1918 sagt anlässlich der 75-Jahr-Feier der Vorsitzende Landgerichtsrat Stüve: „75 Jahre haben wir den Glaubensgenossen geholfen, so wollen wir auch jetzt den neuen Aufgaben versuchen gerecht zu werden. Wenn wir mit den Brudervereinen nach unseren Kräften helfen, dann wird uns der Arbeit Segen nicht fehlen und die Dankbarkeit der bedrängten Glaubensgenossen in der Nähe und Ferne wird unser schönster Lohn“.
  • 1931 findet die 76. Hauptversammlung als großes Fest des Gesamtvereins der Gustav-Adolf-Stiftung in Osnabrück statt.
  • Mitten im zweiten Weltkrieg, im Jahr 1943, feiert die Hauptgruppe ihr 100jähriges Jubiläum. Groß ist die Resonanz, als Hauptgruppenvorsitzender Dr. Cramer seinen Vortrag hält. Im Osnabrücker Land und im Emsland sei die GAW-Hilfe beim Aufbau neuer protestantischer Gemeinden gefordert „All diese Gemeinden verdanken wesentlich ihre Existenzmöglichkeit dem GAW,“ wirbt Cramer. Es schließt sich ein festlicher Gedenkgottesdienst an.
  • 1955 findet zum zweiten Mal die Hauptversammlung des Gesamtwerkes in Osnabrück statt.
  • 2003 feiert die Hauptgruppe das 175jährige Jubiläum des Gesamtwerkes. Der Wunsch des damaligen Vorsitzenden Hansch ist es, die Zahl der Mitglieder von 138 auf 175 zu erhöhen. Dieser Wunsch geht in Erfüllung. Nach dem Jubiläumsjahr gehören 186 Mitglieder der GAW Hauptgruppe Osnabrück an.
Seit dem Jahr 2008 leitet Pastor Hartmut Giesecke von Bergh die Hauptgruppe. Das 175jährige Jubiläum wird am 22. November 2018 bei einer Mitgliederversammlung in der Paulus Gemeinde, Melle, gefeiert. Im Mittelpunkt steht das Referat von Hans Neithardt Hansch.

Die Mitglieder legen die Hilfsprojekte des Jahres 2019 fest.
 
175 Jahre GAW Hauptgruppe Osnabrück


Glaubensgeschwistern in der Welt nahe sein

Protestantische Verbundenheit, Nächstenliebe und Unterstützung evangelischer Minderheiten, bei allem den Blick hinaus in die Welt gerichtet - so lautet zusammengefasst die Aufgabe, der sich die GAW Hauptgruppe Osnabrück seit 175 Jahren stellt. Das Jubiläum des regionalen Diasporavereins im Osnabrücker Raum und dem Emsland wird am 8 und 9. September in Meppen gefeiert.

Der Vorstand der GAW Hauptgruppe Osnabrück freut sich auf das 175. Jahresfest
Der Vorstand der Hauptgruppe Osnabrück freut sich auf das Jubiläumsjahresfest am 8. September in Meppen: v.li. Dietmar Kutz, Matthias Voß, Anni Helms, Wiard Müntinga, Hartmut Giesecke von Bergh und Edda Kreiensiek.

GAW steht für Gustav Adolf Werk, benannt nach dem Schwedenkönig, der im Dreißigjährigen Krieg protestantische Christen und die Reformation unterstützte. Das GAW mit dem Hauptsitz in Leipzig ist das größte Diasporawerk der evangelischen Kirche Deutschlands. Es wurde 1832 vom Leipziger Superintendenten Christian Großmann ins Leben gerufen, um „eine Anstalt zur brüderlichen Unterstützung bedrängter Glaubensgenossen und zur Linderung der Not“ zu gründen. In den folgenden Jahren des 19. Jahrhunderts initiierten evangelische und reformierte Christen die Gründung von örtlichen GAW Vereinen mit dem gleichen Ziel. So auch in Osnabrück. Am 11. Juli 1843 fand in der voll besetzten Osnabrücker Marienkirche der festliche Gottesdienst mit anschließendem Empfang im Friedenssaal statt. Am 6. November des gleichen Jahres wurde zur eigentlichen Gründungsversammlung nach Bramsche eingeladen.

Heute zählen über zweihundert lutherische und reformierte Mitglieder und Kirchengemeinden aus den Bereichen des lutherischen Sprengel Osnabrück und des reformierten Synodalverbandes Emsland-Osnabrück zur GAW Hauptgruppe Osnabrück.

Seit 1851 unterstützen Frauengruppen in der religiösen Minderheit lebende Frauen und Kinder in aller Welt die Arbeit. Wichtige Säule für das GAW Osnabrück ist die Frauengruppe Melle, geleitet von Edda Kreiensiek.

indestens 1,6 Millionen Euro werden jährlich für 125 verschiedene Hilfen und Projekte in 49 Partnerkirchen zur Verfügung gestellt, erläutert Hartmut Giesecke von Bergh, Pastor in Bad Bentheim. Die Hauptgruppe Osnabrück fördert jährlich fünf Projekte mit ca. 12 000 Euro. „Wir lieben Gemeinschaft, wir brauchen unseren Nächsten und er oder sie braucht uns. Teilen macht stark und glücklich, die Diasporagemeinden in aller Welt und auch uns in der Hauptgruppe Osnabrück“, so der Vorsitzende der Hauptgruppe.

Finanzielle Hilfe leistet der Verein bei diakonischen Projekten, in der Bildungsarbeit, zur Sanierung und Erhaltung von kirchlichen Gebäuden. Mit dem Hilfsfond „Für bedrängte und verfolgte Christen“ unterstützt das GAW Menschen in den Kriegsgebieten in Syrien, Irak und Ägypten.

Leider seien viele Dokumente zur Gründung und zum frühen Vereinsleben während eines Luftangriffs auf Osnabrück vernichtet worden, berichtet Wiard Müntinga, stellvertretender Vorsitzender und Chronist der Hauptgruppe.

175 Jahre erfolgreiche Diaspora-Arbeit kann trotzdem gefeiert werden und zwar beim 175. Jahresfest, das im Ev. Luth.  Kirchenkreis Emsland Bentheim in der Gustav Adolf Gemeinde in Meppen stattfindet. Unter dem Titel „Christsein im Nahen Osten“ treffen sich Mitglieder und Freunde am Samstag, 8. September um 18 Uhr im Gemeindehaus (Herzog-Arenberg-Str. 14.a). Auf dem Programm steht u.a. ein Vortrag von Prof. Dr. Dr. Martin Tamcke, Göttingen. Am Sonntag, 9. September finden in vielen Gemeinden Gottesdienste mit GAW-Festpredigern statt. (s. Veranstaltungen)

 
Die Bergkirche ist Gemeinde des Jahres
Die Bergkirche ist Gemeinde des Jahres
Superintendent i.R. Hans Neidhardt Hansch (re.) zeichnet die Ev. ref. Bergkirche, Osnabrück, zur GAW Gemeinde des Jahres aus. Die Auszeichnung nahmen Robert Lutterbeck, Wiard Müntinga, Präses Ilse Landwehr-Wegner und Siegfried Kühn entgegen.  

In einem Gottesdienst in der Bergkirche wurde in einem feierlichen Akt anlässlich ihrer Ernennung zur Gustav-Adolf-Gemeinde des Jahres 2017, der Ev.-ref. Kirchengemeinde Osnabrück die künstlerisch gestaltete Urkunde der Hauptgruppe Osnabrück des Gustav-Adolf-Werkes verliehen.
Die Laudatio nahm der ehemalige Vorsitzende, Sup. i.R. Hansch, vor. Er erklärte u.a., dass dies die fünfte verliehene Auszeichnung der Hauptgruppe sei. Durch vielerlei Aktivitäten ist die Gemeinde mit dem Gustav-Adolf-Werk verbunden. Hier schlägt das Herz für die internationale Diaspora, getreu dem Wahlspruch des Werkes „ Lasset uns Gutes tun an jedermann, besonders aber an denen, die uns im Glauben verbunden sind“(Gal. 6,10). Pastoren und Mitglieder des Kirchenrates arbeiten seit Jahrzehnten als Mitglieder im Vorstand mit. Es fielen die Namen der Pastoren Engels, Buitkamp und Runkel sowie unter anderen der, die Mitglieder im Kirchenrat waren oder sind: Frau Lohstroh, die Herren Terberger, Rost, Lutterbeck und Müntinga.
Die gerahmte Urkunde wurde Frau Präses Landwehr-Wegner vom Rechnungsprüfer der GAW-Hauptgruppe, Herrn Kühn,  überreicht. Die Gemeinde dankte mit großem Beifall.
Die Urkunde, die folgenden Text trägt, schmückt derzeit das Foyer der Bergkirche:


 GAW Gemeinde des Jahres 2017. „Lasset uns Gutes tun an jedermann, besonders aber an denen, die uns im Glauben verbunden sind.“
Der Ev.-ref. Kirchengemeinde Osnabrück wird in Anerkennung der langjährigen vorbildlichen Zusammenarbeit der Hauptgruppe Osnabrück des Gustav-Adolf-Werkes e.V. und der großzügigen Diasporahilfe die Urkunde mit Dank an alle Beteiligten in Gemeinde und Vorstand überreicht.
H. Giesecke von Bergh                                                       H.-N. Hansch
1. Vorsitzender                                                                                Vorstandsmitglied

Wiard Müntinga

 
Unsere Hilfe bildet
Im letzten Jahr hatte die GAW-Hauptgruppe die Förderung der evangelischen Grundschule Halle in den Projektkatalog aufgenommen und um Spenden für die 2014 gegründete Schule gebeten. Dank der Hilfe unserer Mitglieder konnte sich die Grundschule weiter entwickeln und verbesserte Lern- und Lehrbedingungen anbieten. Von Melanie Holtemöller, Vorsitzende des Evangelischen Schulfördervereins Halle, erhielt die Hauptgruppe ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung. Unterrichts- und Horträume konnten eingerichtet werden, das Schulleben entfaltet sich.  
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 Weiter > Ende >>

Seite 1 von 7