Jahresbericht des Vorsitzenden am 11. April in Engter

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Mitglieder unserer Hauptgruppe!

Zum 4. Mal darf ich Ihnen den Jahresbericht des Vorsitzenden geben. Wir blicken auf den Zeitraum vom 30.März 2011, wo unsere letzte ordentliche Mitgliederversammlung in Salzbergen stattfand, bis heute. Wo wir in Engter im KK Bramsche zu Gast sein dürfen.

Wir treffen uns in diesem Jahr in der österlichen Freudenzeit, wenige Tage nach dem Osterfest. Mit dem Wort für diese Woche aus Off. 1,18 möchte ich diesen Jahresbericht überschreiben.
 „Christus spricht : Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle“

Es ist die Botschaft des Lebens, die uns im Osterevangelium erneut trifft. Und herausruft aus den alten todesverfallenen Strukturen. Aus dem Blicken allein auf das Düstere, Schwierige, Problematische, auf all das Tote, das uns umgibt. Und dem wir an manchen Stellen unserer Gesellschaft geradezu ein Todesverliebtheit entgegen setzen.

Die Osterbotschaft ruft uns zum neuen Leben durch Christus. Er, ‚der den Tod überwand, ist auferstanden – die Sünd’ hat er gefangen“ – wie der alte Osterchoral es besingt.
Dass Christus lebendig ist, das gibt es zu sehen; „Siehe“ heißt es im Wort aus der Offenbarung. Siehe, Augen auf: da ist der lebendige Christus. Und zu sehen gibt er sich seinen Jüngern damals auf besondere Weise. Etwa den Emmausjüngern im Brotbrechen. Oder auch den anderen am gemeinsamen Mahl. So erkennen sie ihn  wieder. Als den Auferstandenen Gekreuzigten, voller Identität also; und doch anders, mit dem neuen Leben behaftet, die Seinen ins Leben einweisend und damit die lebenschaffende Kraft Gottes zum Ausdruck bringend.
Er hat die Schlüssel der Hölle und des Todes. Wer den Schlüssel hat, der hat die Macht. Der hat das Sagen. Der sagt, wann es losgeht, und wann es vorbei ist. Der kann die Hölle verschließen und den Tod ausweisen. Ausweisung der Macht des Todes: das ist Ostern. Verschließen der Hölle: das ist Ostern.
Den lebendigen Christus erkennen Menschen an seinem Werk. Das ist für uns in unserer Arbeit in und für die Diaspora nicht anders. Da wo wir aus Liebe und Bindung aneinander helfen, wo wir unsere Geschwister in ihrer Minderheitssituation im gebet und im praktischen Tun im Blick haben, da erkennen Menschen auch an unserm Tun den Gott des Lebens, den lebendigen Christus, eine lebendige und dem Leben verpflichtete Kirche.

Dazu wollen wir in unserer Hauptgruppe GAW auch in diesem Jahr neu gestärkt und schlicht und einfach unsern Dienst tun.

In den letzten 12 Monaten geschah das auf folgende Weise:



1.    Vorstand

Nach unserer Mitliederversammlung in Salzbergen, bei der wir freundlich durch die Gemeinde Emsbüren-Salzbergen aufgenommen wurden und somit schon im Bereich unseres Jahresfestes 2011 im KK Emsland-Bentheim waren,

- am 10. Mai 11 in der KG Holte, von Frau Dr. Wiebke Köhler begrüßt und eindrucksvoll begleitet,
- am 23. August in Quakenbrück, KK Bramsche, mit P. Wolfgang Gerdes, Diasporabeauftragten des KK; der jetzt den Kirchenkreis nach Kirchdorf verlassen wird,
- am 2. November in der Bonusgemeinde in Osnabrück, wo wir uns von P. Schulz-Wackerbarth, einem treuen Förderer der GAW Arbeit verabschiedet haben (Ruhestand)
- am 13.2.12 im Kirchenamt  in Bramsche, eingeladen und begrüßt von dem neuen Bramscher Superintendenten Hans Hentschel, der sich sehr aufgeschlossen für unsere Arbeit zeigt.

Der Vorstand hat sich vor allem mit der Vorbereitung des Jahresfestes im Kirchenkreis Emsland-Bentheim beschäftigt. Ich bedanke mich auch öffentlich sehr bei allen Mitgliedern unseres Vorstands, die ihre jeweils besonderen Gaben in engagiertes und kräftiges Tun einbringen. Die Vorstandsarbeit ist eine Freude und sie ist von großem Vertrauen geprägt.


2.    Das 168. Jahresfest im ev.-luth. Kirchenkreis Emsland-Bentheim am 17./18.9.11

Eine kräftige Unterstützung des Jahresfestes kam vom damals noch neuen Superintendenten des Kirchenkreises, Dr. Bernd Brauer; an vielen Stellen von Papenburg bis Bentheim konnten Gastprediger das Anliegen unseres Werkes in Gottesdiensten in die Gemeinden neu einbringen. Kräftige Kollekten, eine deutliche Unterstützung des Kirchenkreises, ja eine eigens festgelegte zusätzliche Kirchenkreiskollekte half mit! Da haben wir herzlich Dank zu sagen, im Namen der Geschwister in der Diaspora, denen wir helfen konnten.

Der Diasporaabend mit Vertretern auch der deutsch-ukrainischen Gesellschaft in Bad Bentheim war gut besucht, auch von Gemeindegliedern. Ein interessanter Vortrag von Pastor Andreas Hamburg informierte uns über  „Evangelisch in der Ukraine“, Pastor Dieter Grimmsmann aus Lingen führte uns mit Lichtbildern nach Sibirien ins Omsk-Gebiet.
Gerhild Bitzer und Leonid Korrell aus Osnabrück musizierten, Gemeindeglieder hatten typische ukrainische Spezialitäten vorbereitet.

Als besonderer Höhepunkt wurde unser langjähriges Vorstandsmitglied und jahrzehntelanger GAW Freund Friedrich Rost von unserm Präsidenten Dr. Hüffmeier mit dem Bernsteinorden ausgezeichnet.   

Am Sonntag wurde im Anschluss an den Festgottesdienst von Pastor Hamburg und seiner Frau Claudia ein lebendiger Eindruck in die Arbeit der evangelischen Kirche in Odessa gewährt. Am Ende der Versammlung gab es eine freundliche Einladung nach Odessa. Um die Kontakte zu intensivieren – Diasporaarbeit ist Begegnungspflege! – werden meine Frau und ich über Pfingsten nach Odessa reisen. Besonders der von Frau Hamburg gegründete lutherische Kindergarten hat unser Interesse geweckt.
Es war ein sehr gelungenes Jahresfest und ich danke auch noch einmal alle, die daran mitgewirkt haben.


3.     Vernetzungen

Unter diesem Punkt nenne ich gern aus Sicht des Vorsitzenden alles, was ansonsten noch geschah.

Bischofsbesuch

Am 22. August hatte unser neuer Landesbischof Ralf Meister die drei Gustav-Adolf-Hauptgruppen in Niedersachsen mit Generalsekretär Enno Haaks in die Bischofskanzlei eingeladen. Mit Frau Tiebel-Gerdes und Herrn Spatzker (Hannover) nahmen wir teil, Herr P. Grundmann blieb leider im Stau stecken.

Bischof Meister zeigte sich an der Diasporaarbeit nicht nur interessiert, sondern auch kenntnisreich. Über eine Stunde wurde über die Möglichkeiten gesprochen, das Anliegen unseres Werkes fester in der verfassten Kirche zu verorten. Bischof Meister versprach, bei Kirchenkreisbesuchen auch nach der Diasporaarbeit zu fragen und im Rahmen eines Bischofsberichts vor der Synode die Thematik zu benennen.

150 Jahre Gustav-Adolf-Verein Österreich

Vom 14. – 16.10.11 nahm ich auf Einladung des österreichischen Gustav-Adolf-Vereins an der 150 Jahr Feier in Wien teil. Darüber berichte ich gleich mit einigen Bildern noch.

Vertreterversammlung in Worms

Vorher hatte vom 25. – 27. 9. die Vertreterversammlung des Gesamtwerks in Worms getagt, gefolgt von der Jubiläumsfeier der Frauenarbeit im GAW.
Neben den üblichen Berichten stand die Diskussion über eine leichte Veränderung des Namens unseres Werkes im Mittelpunkt, ebenso die Begegnung mit Anadore Venhaus aus Argentinien, die stellv. Vorsitzende der La Plata Kirche.

Für 2012 bis 2015 wurde ich als Beisitzer in den Gesamtvorstand des GAW gewählt.  Ich möchte die Arbeit des Gesamtwerkes aus Sicht einer kleinen, aber aktiven Hauptgruppe gern mitgestalten; was da auf mich an zusätzlicher Verantwortung zukommt, habe ich bei der ersten Vorstandssitzung Anfang Februar in Leipzig gespürt, in der es neben dem Namen des Werks, strategische Ausrichtung, Finanzen etc. auch um schwierige Personalfragen ging.

Ehrungen

Die Herausstellung der ehrenamtlichen Tätigkeit für unser Werk und besondere Ehrungen gehören mit zu den Aufgaben unseres Werkes und auch der Hauptgruppen.

Am 7. November hatte ich die Freude, gemeinsam mit Frau Kreiensiek die Damen aus der Meller Frauengruppe für zum Teil langjährige treue Mitgliedschaft und Mitarbeit auszuzeichnen. Es war ein liebevoll gestalteter Gottesdienst und eine schöne anschließende Veranstaltung. Ich erwähne dies noch einmal mit besonderem Dank an Sie alle!

Nur ein Beispiel besonderer verdienstvoller Tätigkeit unserer Mitglieder Ehepaar Pfitzner ist eine immer sehr informativ und liebevoll gestaltete Seite im Gemeindebrief der Gustav-Adolf-Gemeinde in Meppen ; ein Beispiel für besonderes treues Engagement.
Ich bitte unser Vorstandsmitglied Herrn Hansch, heute für Ehepaar Pfitzner die Ehrung vornehmen zu wollen, mit besonderem Dank für ein jahrelanges treues Engagement für unser Werk und unsere Hauptgruppe.  

Tagung der norddeutschen Hauptgruppen

An der diesjährigen Tagung der norddeutschen Hauptgruppen vom 6. – 8.1.12 in Rendsburg nahmen Ehepaar Müntinga aus unserm Vorstand teil.   

Diasporakammer

Die Diasporakammer in Hannover tagt regelmäßig und versucht, das Anliegen der Diasporaarbeit zwischen den verschiedenen Werken zu koordinieren. Zum Sonntag Invokavit 2012 ist wieder eine interessante Predigthilfe über Minderheitskirchen in Europa erschienen, diesmal federführend vom Martin-Luther-Bund verantwortet.
Einige Exemplare habe ich Ihnen mitgebracht.

Unter anderem wurde eine weitere Tagung der Diasporabeauftragten der Landeskirche Anfang März in Osnabrück veranstaltet.

Verein diaierp

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins diaierp – Förderung der Diakonie der La Plata- am 29.9. in Hannover  Kirche war Pastorin Anadore Venhaus aus Argentinien zu Gast.

4.    169. Jahresfest am 13./14.10.2012 im Kirchenkreis Bramsche

Wir bereiten uns auf das Jahresfest mit dem Schwerpunkt „Evangelisch in Lateinamerika“ vor. Einen ersten Kontaktbesuch habe ich im Dezember bei Superintendent Hentschel in Bramsche gemacht, am 8.2.12 hatte ich Gelegenheit, das GAW bei der Kirchekreiskonferenz des KK Bramsche vorzustellen und die Einladung zum Mitmachen auszusprechen.

Aus unserm Vorstand wird Herr Hansch die Einzelheiten des Diasporaabends am 12.10.12 in Bramsche vorbereiten. Mit der dortigen Kantorin ist verabredet, dass unser Diasporaabend von 18 – 20 Uhr dann in eine „Musik in St. Martin“, eine Chorveranstaltung mündet. Bei dieser wollen wir eine Kollekte für ein  musikalisches Projekt aus unserm Projektkatalog erbitten.
Stichwort : Vernetzung!

Vor wenigen Wochen konnte ich einen Lateinamerikavortrag bei einem interessierten kreis der KG Gehrde halten; der Erlös des Nachmittags kommt der Arbeit unserer HG zugute.
Auf Aufforderung des Bramscher Superintendenten werde ich im  Juni als Hauptgruppenvorsitzender an der Partnerschaftsreise des KK Bramsche nach Viliandi in Estland teilnehmen. Estland ist ein altes Partnerland des GAW.
 
Wir freuen uns auf das Jahresfest im KK Bramsche, zu dem unser Generalsekretär seine Teilnahme und zwei Vorträge und die Festpredigt zugesagt hat. Er hat gerade eine 3-wöchige Reise durch Lateinamerika gemacht und wird sehr aktuell davon berichten können.  
Ich schließe meinen Jahresbericht mit dem Dank an Sie alle, die Sie die Arbeit des GAW mit ihrem Gebet, ihrer Treue und Ihrer Gabe so reich unterstützen.                        

Vielen Dank.

 

 
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