Jahresbericht 2016

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Mitglieder unserer Hauptgruppe!

Meinem 2. Vorstandsbericht nach der Neuwahl unseres Vorstands im Jahr 2014 möchte ich den heutigen Lehrtext aus dem Herrenhuter Losungsbüchlein zugrunde legen.
Es ist ein österliches Wort in der österlichen Freudenzeit.

Mk. 16, 9 – 10 :“Als Jesus auferstanden war früh am ersten Tag der Woche, erschien er zuerst Maria von Magdalena, von der er sieben böse Geister ausgetrieben hatte. Und sie ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren und Leid trugen und weinten.“

Der Ostermorgen ist auf jeden Fall die Stunde der Frauen. Salome und Maria auf dem Weg, dann hier: dass sich der Auferstandene sehen lässt, dh.: Dass Gott ihn sichtbar werden lässt Maria Magdalena gegenüber. Eine bleibende Betonung, symptomatisch für das junge Christentum und ebenso symptomatisch für die Kirche, die von dieser Botschaft vom auferstandenen Christus, dem Leben zugewandt lebt. Und auch – möchte ich hinzufügen – symptomatisch für unsere Arbeit in der Diaspora, im Gustav-Adolf-Werk. Und so nenne ich mit großem Dank für Treue, für Glaube, tätige Liebe und Hoffnung unsere Meller Frauengruppe – diejenigen, die heute dabei sind und mit der Bitte um freundliche Grüße an die anderen ,  die Leiterin unserer Frauenarbeit im Vorstand unserer Hauptgruppe Frau Kreiensiek, sowie die anderen Frauen im Vorstand, die sich vor allem um die Öffentlichkeitsarbeit und  die Mitgliederbetreuung kümmern, Frau Recker-Preuin und Frau Helms, sowie die Frauen unserer männlichen Vorstandmitglieder, die unsere Arbeit nach Kräften unterstützen. Ich danke Ihnen allen.
Maria Magdalena sagt diese wunderbare Lebensbotschaft des Auferstandenen weiter an die, die mit ihm gewesen waren und die Leid trugen und weinten. Weinende Jünger, die Abschied nehmen mussten – so wie die Familie, der Verwandten- und Freundeskreis, die Gemeinde Ostercappeln und die ganze GAW-Familie mit uns allen, die wir Abschied nehmen mussten von unserm früheren langjährigen Vorsitzenden Pastor iR. Martin Schröder, der  in wenigen Tagen (* 24.April 1928) 88 Jahre alt geworden wäre und am 16. November 2015  von  Gott in sein ewiges Reich und in ein neues Leben hineingerufen wurde.

- Stilles Gedenken -

Martin Schröder hat über lange Jahrzehnte mit großer Kraft und Glaubenstreue die Diasporarbeit des Gustav-Adolf Werks gefördert, jahrzehntelang den Vorstand unserer Hauptgruppe geleitet und sich in herausragender Weise um die evangelischen Glaubensgeschwister in aller Welt verdient gemacht. Wir sind dankbar, dass er noch bei unserm letzten Jahresfest in Schmalförden interessiert und in seiner großen Bescheidenheit und Freundlichkeit unter uns war. Wir sind seiner Familie von Herzen verbunden und haben das, auch mit Dank für mancherlei Gaben, die für unsere Arbeit anlässlich seiner Beerdigung gegeben wurden, in verschiedener Weise zum Ausdruck gebracht.
Martin Schröder hat in vorbildlicher Weise aufgenommen, verstanden und gelebt, wozu der Apostel uns im Motto unseres Werkes alle aufruft:

“Lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen“.
Das mag und soll und wird uns Ansporn, Verpflichtung und Erfüllung sein, im Einsatz für unsere evangelischen Glaubensgeschwister nicht nachzulassen! Ich fordere uns alle dazu nachdrücklich auf!  

Mein Vorstandbericht umfasst den Zeitraum von der MGV in Spelle im März 2015 bis heute. 

1. Vorstand
Der  Vorstand  fand sich zu Vorstandssitzungen zusammen am:

- 13.5.15  in der Kirchengemeinde Sögel auf dem Hümmling. Unser Vorstandsmitglied P. Matthias Voss hatte dazu eingeladen. Das Jahresfest stand in Vorbereitung und weitere Beratungen über die konkrete Arbeit.

- 31.8.15 in der Kirchengemeinde Bad Bentheim. Das Programm des Jahresfestes 15 und die Vorplanungen für 16 werden besprochen und festgelegt, die Auszeichnung GAW Gemeinde des Jahres wird beschlossen. Der Vorstand beschließt, sich an dem hervorragenden Buch für den scheidenden Präsidenten Dr. Hüffmeier "Evangelisch glauben - nüchtern hoffen"  mit einer finanziellen Unterstützung zu beteiligen.

-11.11.15  im Steinwerk, Gemeindehaus St. Katharinen Osnabrück im Anschluss an die ao MGV. Die MGV legte auf Vorschlag des Vorstands die Projekte für 2016 fest und beschloss, insgesamt mit der hervorragenden Arbeit der Frauengruppe Melle 12.000 € für den PK bereit zu stellen. Das ist ein anspruchsvolles Ziel, das wir 2016 gern wieder erreichen möchten (20 % Steigerung). Dank der umsichtigen Finanzführung unseres „Finanzministers“ Robert Lutterbeck ist das 2015 erreicht worden!  

- am 2.2.16  in der Gemeinde Ostercappeln
Ich kann der Mitgliederversammlung mit Dankbarkeit berichten, dass die Arbeit des Vorstands mit allen seinen Mitgliedern freundschaftlich, konstruktiv und höchst verlässlich geschieht. Die Aufgabenverteilung hat sich sehr bewährt, weil sie gabenorientiert ist!  

2. Das 172. Jahresfest im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz 10. und 11. Oktober 2015 in Schmalförden

Wir hatten einen herausragenden Referenten, den Bischof der ev.-luth. Kirche in Kirgistan, Alfred Eichholz! Es knisterte vor Spannung bei seinem Bericht von dieser kleinen tapferen Diasporakirche. Die vorgesehene Zeit verging wie im Fluge; wer nicht dabei war, hat einen eindrucksvollen Abend verpasst.
Wir haben gespürt, was Diaspora ist: weite Wege, lange Fahrten, Suchen und Finden, außerdem herzliche und freudige Aufnahme durch die Geschwister vor Ort, Pastorin Silke Kuck und Mitglieder aus Kirchenvorstand und Gemeinde. Dass wir 40 Teilnehmende waren, ist ein ganz großer Erfolg! Ich bitte Sie, einfach wahrzunehmen, dass Diasporarbeit nicht DEKT ist. Neulich in Hannover, bei einer hochkarätigen Veranstaltung der Landeskirche ( nicht einer kleinen Hauptgruppe) waren in der ref. Kirche in Hannover 21 Personen. Ich komme darauf noch und bitte darum, die Faszination der großen Zahlen als Werk des diabolus, des Durcheinanderbringers, des Teufels zu erkennen!

Unsere neue Präsidentin war aus Ulm (immerhin!!) angereist, es war einer der ersten Besuche als Präsidentin, die Prälatin Gabriele Wulz angenommen hat. Und in großer Treue war OLKR Rainer Kiefer, Landeskirchenamt Hannover, gekommen. Er ist für Diasporarbeit und die Kammer verantwortlich und Stammgast bei unseren Jahresfesten. Diese Treue ist beispielhaft!

Superintendent Priesmeyer, ein Sympathisant unserer Arbeit, war durch schwere Krankheit gehindert, dabei zu sein; aber der Kirchenkreis hat sich in herausragender Weise an den finanziellen Aufgaben unserer Hauptgruppe beteiligt!

Bischof Eichholz predigte in einem eindrucksvollen Gottesdienst in Diepholz, andere Gastprediger an anderen Orten des Kirchenkreises ; dafür ganz herzlichen Dank. Diesen Predigtdienst halten wir aufrecht, Hans Neithardt Hansch kümmert sich mit großer Zuverlässigkeit darum!


3.     Vernetzungen

„Gustav-Adolf-Gemeinde 2015 Petrusgemeinde Lüstringen“

Für ein besonderes Engagement in der Konfirmandenarbeit im Spendensammeln für die Diasporarbeit wird die Gemeinde Lüstringen  vom Vorstand als Gustav-Adolf-Gemeinde des Jahres 2015 ausgezeichnet. Mehrere Mitglieder des Vorstands übergaben die Urkunde am 8.11.15 an die Vertreter der Gemeinde und Pastor Bochow. Näheres dazu finden Sie auf unserer homepage ausführlich.

Vertreterversammlung in Berlin  20. - 22. September 15

Ich habe im Kitz gepredigt, im Wedding, einer – so wage ich mal zu sagen – Multikultigemeinde mit vielerlei Bezügen in den Stadtteil, bunt, farbig, aufregend , gewöhnungsbedürftig für einen niedersächsischen Pastoren, aber freundlich, nah, lebendig und belebend. Es hat mir ganz große Freude gemacht. Und die Massen erwarten wir in solchen  Gottesdiensten keineswegs.

In den Räumlichkeiten des Johannesstiftes Berlin fand dann die Vertreterversammlung statt; wir waren Gäste der EKBO, begrüßt von Christoph Stäblein, dem neuen stellvertretenden Bischof der EKBO (und ehemaligen Leiter des Predigerseminars in Loccum!). Die Versammlung wählte einstimmig Prälatin Gabriele  Wulz zur Präsidentin, Wilhelm Hüffmeier zum Ehrenpräsidenten unseres Werkes und den neuen Vorstand. Eingeführt wurden die neuen durch die Auslandsbischöfin der EKD Petra Bosse-Huber.

Beisitzer im Gesamtwerk

Mehrfach hat der Vorsitzende in Leipzig und Hannover an den Vorstandssitzungen des Gesamtwerks teilgenommen. Die Aufstockung des Fonds für bedränge und verfolgte Christen stand hier vor allem auf dem Programm, daneben die Konstituierung des Vorstands. Leider bin ich Ende 2016 aus dem Gesamtvorstand turnusmäßig ausgeschieden. Habe aber nicht wenig Meinung, noch einmal als Beisitzer anzutreten. Für unsere Arbeit hier bringt die Kenntnis der Zusammenhänge ganz viel an Kontakten und Information.  

Tagung der norddeutschen Hauptgruppen 8. - 10. Januar 16, Blockhaus Ahlhorn

Unsere Oldenburger Geschwister waren Ausrichter, Wanda Falk aus Polen zu Gast mit Referat und weiteren Beiträgen von Bischof Jan Jansen und einem hervorragenden Kirchenhistoriker, der die Oldenburger Kirchengeschichte in kenntnisreicher und launiger Form präsentierte. Stipendiaten aus Leipzig waren dabei, Generalsekretär Enno Haaks. Es ist eine hervorragende Möglichkeit des Austauschs, der Kontakte und der neuen Pläne.  Im kommenden Jahr müssen Sie nun alle dabei sein, wenn wir zur Tagung der Norddeutschen Hauptgruppen ins Kloster Frenswegen bei Nordhorn einladen. Termin : 13. - 15. Januar 2017 . Zugesagt haben : Pastorin Agnes von Kirchbach, Paris, P. Thomas Fender, ref. Kirche, Landessuperintendent Dr. Klahr, Emden, Präses H.H.Nordholt. Eine Anfrage an unseren Ehrenpräsidenten Hüffmeier aus Potsdam läuft noch; wird sich hoffentlich positiv im Herbst entscheiden.

Diasporakammer

Die Diasporakammer in Hannover tagt regelmäßig und versucht, das Anliegen der Diasporarbeit zwischen den verschiedenen Werken zu koordinieren. Rainer Kiefer hält hier die Fäden kenntnisreich in der Hand. Am 18. März 16 haben meine Frau und ich an einer hochkarätig besetzten Veranstaltung unserer Landeskirche in der ref. Kirche in Hannover teilgenommen,in der „Evangelische Kirche in Europa in der Minderheit“ auf dem Programm stand. Bischof Michael Bünker aus Österreich hat einen ausgezeichneten Vortrag gehalten, ein Kollege aus der Hamburger Methodistenkirche war dabei und andere - leider: 21 Personen!

4. 173. Jahresfest am 22. und 23.Oktober 2016 im Synodalverband Emsland-Osnabrück

Wir bereiten uns auf das Jahresfest mit dem Thema „Evangelisch in einem Grenzgebiet – die Gemeinden der Karpato-Ukraine im Schatten des Krieges“ vor.
Ich habe Kontaktbesuche bei Präses Ilse Landwehr und in der Pfarrkonferenz des Synodalverbands gemacht. Viel Unterstützung für unsere Arbeit ist mir da signalisiert worden; Frau Landwehr wird auch beim Diasporagemeinde in den Räumlichkeiten der Bergkirche Osnabrück anwesend sein. Mein Stellvertreter Wiard Müntiga und die Osnabrücker Vorstandsmitglieder kümmern sich um den Rahmen – vielen Dank dafür. Hauptreferenten werden Jutta und Matthias Loesch aus Neu Isenburg sein, die seit Jahrzehnten die Hilfsprojekte für Beregovo in der Karpato Ukraine betreiben. Diese eindrucksvolle Diasporaarbeit wird uns vorgestellt werden. Auch Rainer Kiefer hat sein Kommen wider zugesagt. Ich lade Sie alle schon heute ganz herzlich ein, dabei zu sein.
Unser Vorstandsmitglied Hans Neithardt Hansch wird den Predigtdienst  in bewährter Weise koordinieren.

5. Besonderes
Aus der Kooperation mit den anderen Hauptgruppen in Niedersachsen, Ostfriesland und Hannover  ist eine Veranstaltung erwachsen, zu der ich Sie alle herzlich einlade.
Am Montag, 2. Mai 16 um 19.30 wird im Rahmen eines Gemeindeabends der Generalsekretär des brasilianischen Gustav-Adolf-Werks Pastor Martin Volkmann  zu Gast sein.
Die Veranstaltung findet im Gemeindehaus der Martin-Luther-Gemeinde Bad Bentheim, Schüttorfer Str. statt. Thema „Die Herausforderung in Brasilien, evangelisch zu sein.“
Lassen Sie uns einen Blick in die neue Welt tun und auch diesen Teil unserer Diasporaverantwortung nicht vergessen!

6. Schlussbemerkungen
Herzlichen Dank für die Gastfreundschaft in der Gemeinde Menslage an den KV und an P. Müller! Freundliche Grüße in den Kirchenkreis Bramsche.


Hartmut Giesecke von Bergh, Vorsitzender der GAW Hauptgruppe Osnabrück

 
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