Jahresbericht 2013, Bad Bentheim


Liebe Schwestern und Brüder, liebe Mitglieder unserer Hauptgruppe!

Zum 5. Mal darf ich Ihnen den Jahresbericht des Vorsitzenden geben. Ich freue mich, Ihnen den heute in den Räumen
unseres neuen Mitglieds, der ev.-ref. Gemeinde Bentheim geben zu können und bedanke mich zugleich sehr für die
Gastfreundschaft. Schön, dass wir in unserer Arbeit an den Glaubensgeschwistern in den Diasporagebieten nun auch in
dieser Stadt verbunden sind!

Der Vorsitzende blickt  auf den Zeitraum vom 11. April 2012, wo unsere letzte ordentliche Mitgliederversammlung in Engter im KK Bramsche stattgefunden hat, bis heute.
Sie erinnern sich : wir waren im Kirchenkreis Bramsche zu Gast, weil dieser Kirchenkreis zugleich auch der Ort unseres 169. Jahresfestes gewesen ist. In diesem Jahr feiern wir also unser 170.  Jahresfest – ein kleines Jubiläum. Und wir sind dabei zu Gast im
Synodalverband Grafschaft Bentheim der ev.-ref. Kirche. Dazu später noch.  

Ich unterteile meinen Bericht in 5 kleine Abschnitte :

1.    Vorstand
Der Vorstand fand sich zu Vorstandssitzungen zusammen am :

- 14.5.12 im Haus unseres Vorstandsmitglieds Alfred Mengel in Lengerich. Wir hatten aus Argentinien Dario Dorsch und aus Uruguay Julio Strauch zu Gast, die die Diakonie Hannovers besuchten und auch im Kirchenkreis Emsland-Bentheim zu Gast waren. Lateinamerika ist einer der alten Partnerbereiche unseres Werkes. Auch unser Jahresfest stand im vorigen Jahr unter dem Motto „Evangelisch in Lateinamerika“.

- 10.9.12 in Rieste , KK Bramsche . mit Pastorin Wolters , zur Vorbereitung des Jahresfestes. Die Kapelle in Rieste feiert am kommenden Sonntag ihren 100. Geburtstag; sie ist natürlich mit Mitteln des GAW gebaut; der Vorsitzende wird am Fest teilnehmen, hat ein Grußwort des GAW geschrieben und wird ein kleines symbolisches Geschenk überreichen.

- 7.11.12 in den Räumen der Bergkirche Osnabrück, im Anschluss an die außerordentliche Mitgliederversammlung. Auf Vorschlag aus der Mitgliederschaft hat der Vorstand beschlossen, zukünftig auch die außerordentliche MGV im November nachmittags stattfinden zu lassen. So werden wir es schon in diesem Jahr handhaben, nämlich am MONTAG , 11.11.13 von 15 – 17 Uhr in der Gemeinde HAGEN aTW.

- am 11.2.13 in den Räumen der Bergkirche Osnabrück  
Unsere nächste Vorstandssitzung wird in Nordhorn sein, zusammen mit dem Präses des
ev. - ref. Synodalverbands Grafschaft Bentheim Heinz Hermann Nordholt.
Der Vorstand hat sich vor allem mit der Vorbereitung des Jahresfestes im Kirchenkreis Bramsche beschäftigt. Ich bedanke mich auch öffentlich sehr bei allen Mitgliedern unseres Vorstands, die ihre jeweils besonderen Gaben in engagiertes und kräftiges Tun einbringen. Die Vorstandsarbeit ist eine Freude und sie ist von großem Vertrauen geprägt.

2.    Das 169. Jahresfest im ev.-luth. Kirchenkreis Bramsche am 13./14.10.2012

Der Kirchenkreis Bramsche hat durch seinen Superintendenten Hans-Georg Hentschel das Jahresfest nach Kräften unterstützt. Der Diasporaabend war von den Themen „Propstei Viliandi – Partnerschaft des KK Bramsche“ und „Evangelisch in Lateinamerika“ mit dem Vortrag unseres Generalsekretärs Enno Haaks aus Leipzig geprägt. Der Abend war liebevoll und engagiert vorbereitet und er war inhaltlich gelungen. Auch OLKR Rainer Kiefer aus Hannover nahm erneut teil; er war auch am Sonntag unter den Festpredigern.
In (fast) allen Gemeinden des Kirchenkreises und einigen Wittlager Gemeinden, die seit 1.1.13 zum KK Bramsche gehören, wurden Festpredigten mit der Diasporathematik gehalten. Dies gehört nach meinem Eindruck zu den Stärken unserer Jahresfeste.
Kritisch dagegen ist die am Sonntag anschließende Festversammlung zu sehen, bei der immer weniger Teilnehmer hinzukommen. Der Vorstand hat beschlossen, einen öffentlichen Vortrag nicht mehr vorzusehen und stattdessen einen Kirchenkaffee zu organisieren, wo es Gesprächsmöglichkeiten mit Mitgliedern aus Vorstand und Mitgliederschaft geben soll. Information für unsere Sache und Werbung neuer interessierter Mitglieder. Wir werden in diesem Jahr so verfahren.

Die Verbindung des Diasporaabends mit dem Konzert in St. Martin, die wir im letzten Jahr versucht haben, hat meine Erwartungen nur teilweise erfüllt. Wir hatten zu wenig Gelegenheit, für die Sache des GAW öffentlichkeitswirksam hervor zu treten. Zwar haben wir ein musikalisches Projekt aus unserm Projektkatalog beworben, und der Vorsitzende hat ungezählte Projektwerber am Ausgang verteilt. Inwieweit sie Wirkung gezeigt haben, kann ich nicht beurteilen.

3.     Vernetzungen

Unter diesem Punkt nenne ich gern aus Sicht des Vorsitzenden alles, was ansonsten noch geschah.

Besuch von Dario Dorsch und Julio Strauch
Kollegen, die durch die Vernetzung mit der Diakonie Hannovers und unserem Mitglied Uwe Becker, Beauftragter für Brot für die Welt, eine Projektreise unternahmen und die uns von der Situation ihrer Kirchen erzählt haben.

Partnerschaftsbesuch in Odessa
Über Pfingsten reiste der Vorsitzende mit seiner Ehefrau nach Odessa, nahm die Einladung von Pastor Hamburg (Referent beim Jahresfest 2011 in Bad Bentheim) an und informierte sich über die Situation des Gemeinde dort. Das Gemeindezentrum mit dem Gästehaus trägt finanziell mit 40 % zum Haushalt der kleinen lutherischen Kirche in der Ukraine bei. Kirchenmusikalische und viele andere Veranstaltungen finden im Haus der Kirche statt. Der beim Jahresfest 2011 unterstützte lutherische Kindergarten ist in gutem Betrieb und stellt eine erhebliche Alternative zum Kindergartenwesen in der Ukraine statt. Am Pfingstsonntag gab es ein großes Kirchenkonzert, außerdem Gespräche mit Uhland Spahlinger, dem aus Bayern stammenden Bischof der ev.-luth. Kirche in der Ukraine.

Partnerschaftsbesuch in der ev.-luth. Propstei Viliandi , Estland
Über den Johannestag nahm der Vorsitzende auf Einladung des Bramscher Superintendenten Hentschel am Partnerschaftsbesuch des KK Bramsche in der Propstei Viliandi teil. Wir haben in wenigen Tagen viele kleine Gemeinden besucht. Ich habe den Mitgliedern bei der ao Mitgliederversammlung im November darüber berichtet. In jeder kleinen Gemeinde war die GAW Arbeit gut bekannt und ist besonders bezüglich der Gebäude bitter nötig. Es gibt nur sehr kleine eigene Aufkommen von Geld in zahlenmäßig kleinen Gemeinden mit teilweise großen baufälligen Kirchen. Estland ist ein Land, das ganz besonders unserer Unterstützung im Gesamtwerk bedarf!  

Vertreterversammlung in Horn – Bad Meinberg

Die Vertreterversammlung in Horn Bad Meinberg fand im vergangenen Jahr in der kleinen Lippischen Landeskirche statt. Höhepunkte waren sicherlich die Berichte aus dieser kleinen Landeskirche sowie des Landesssuperintendenten Duzmann ( auch Militärbischof der EKD).
Beisitzer im Gesamtwerk.

Mehrfach hat der Vorsitzende in Leipzig und Hannover an den Vorstandssitzungen des Gesamtwerks teilgenommen. Schwierige Personalprobleme, aber auch erfreuliche Personalia wie die Wiederbesetzung des Frauenschreibtischs durch  Frau de Bona stehen auf dem Programm, die Diskussion um Öffentlichkeitsarbeit „claim“ , sowie die Frage, welche Partnerkirchen und nach welchen Kriterien unsere Partnerkirchen sind . Im 40. Jahr der Leuenberger Konkordie wird besonders die Mitgliedschaft in der Leuenberger Kirchengemeinschaft ein Kriterium sein. Darüber wird weiterhin auch auf den Vertreterversammlungen zu sprechen sein.

Tagung der norddeutschen Hauptgruppen

An der diesjährigen Tagung der norddeutschen Hauptgruppen im Januar 2013 in Bremen  nahmen Herr Müntinga und der Vorsitzende und seine Frau, sowie am Sonntag im Bremer Dom Ehepaar Hansch teil. Herr Müntinga hat darüber berichtet.
Die nächste Tagung der norddeutschen Hauptgruppen wird vom 10. – 12. Januar 2014 in Hannover sein. Spätestens bei unserer MGV am 11.11. werden wir Interessierten Informationen geben können.   

Diasporakammer

Die Diasporakammer in Hannover tagt regelmäßig und versucht, das Anliegen der Diasporaarbeit zwischen den verschiedenen Werken zu koordinieren. Zum Sonntag Invokavit 2013 ist erneut eine interessante Predigthilfe über Minderheitskirchen in Europa erschienen, diesmal federführend der Hauptgruppe Hannover verantwortet.

Verein diaierp

Der Verein diaierp der die besonderen Kontakte zur Diakonie in der La Plata Kirche hält und dessen Vorstand ich als Beisitzer neuerdings angehöre, wird mit dem früheren Auslandbischof der ELKD Heinz-Joachim Held eine Klausurtagung am Freitag dieser Woche abhalten.  Auch der Bericht des Generalsekretärs Enno Haaks über seine Kontaktreise im Februar zur ierp-Kirche wird dabei eine Rolle spielen.

4.    170. Jahresfest am 28./29.9.13 im Synodalverband Grafschaft Bentheim
Wir bereiten uns auf das Jahresfest mit dem Thema „Glauben überwindet Grenzen“ vor.
Einen ersten Kontaktbesuch habe ich bei der Konferenz der Obergrafschafter Pastorinnen/Pastoren vor einigen Wochen und heute Vormittag bei den Kollegen in der Niedergrafschaft gemacht. Wir haben die Gemeinden aufgefordert, Gastprediger anzufordern; dieser Aufforderung sind bisher leider nur wenige nachgekommen!
Wir sind dankbar für die kräftige Unterstützung des Präses Heinz-Hermann Nordholt, der auch bewährter Gastprediger bei unsern Jahresfesten ist.

Am Sonnabend 28.9. von 18 – 21 Uhr werden wir unseren großen Diasporaabend in der Gemeinde Georgsdorf haben.  Ich hatte einen sehr guten Kontaktbesuch bei Pastor Veldmann, der uns seine große Unterstützung zugesagt hat!
Wir wollen ihn vor allem als Gemeindeabend gestalten, zu dem auch Teilnehmende aus den Nachbargemeinden eingeladen werden.
Thematische Schwerpunkte werden der Bericht über „Die ev.-luth. Kirche in Brasilien zwischen Katholizismus und Pfingtkirchen“ von Dr. Nelson Kilpp sein. Dr. Nelson Kilpp ist Pfarrer der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB), von 1987 bis
2000 Dozent für Altes Testament an der Theologischen Hochschule in Säo Leopoldo, Brasilien, und seit 2010 ökumenischer Mitarbeiter im Dezernat Ökumene, Weltmission und Entwicklungsfragen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Durch die Vorsitzende der HG Kurhessen Waldeck, Doris Krause, wurde der Kontakt hergestellt. Daneben wird ein weiterer Schwerpunkt die Kaparto-Ukraine sein; ein diakonisches Projekt der ref. Kirche, das auch vom GAW unterstützt worden ist und das Pastor Dietmar Ahrends, der VS des Diakonieausschusses der ref. Landeskirche, uns vorstellen wird. Die Musik dieses Abends kommt von der Gruppe „Hope Solo“ aus der ev.- ref. Gemeinde Brandlecht. Wir freuen uns auf diesen Abend, bei dem wir auch unsere Jahresprojekte vorstellen werden und laden schon heute ganz herzlich dazu ein!



Am Sonntag 29.9. wird es den Dienst der Gastprediger geben.  Unser Gast aus Brasilien wird in der Alten Kirche am Markt in Nordhorn predigen. Anschließend werden wir ein offenes Kirchenkaffee dort veranstalten.

5. „claim“

Durch fachkundige Unterstützung wird zur Zeit ein neuer „claim“ für das GAW diskutiert, die Hauptgruppen sind gebeten, sich dazu zu verhalten. Auf der Vertreterversammlung im September in Breklum wird eine Entscheidung gefällt.
Dazu gebe ich Ihnen einen Handzettel und bitte Sie um ein Votum.

Im Vorstand ist entschieden worden, eine „Gustav-Adolf-Gemeinde“ des Jahres auszuzeichnen; wir haben im November darüber informiert. In diesem Jahr wird das die Gemeinde Hagen aTW sein, der wir eine Auszeichnung übergeben werden. Es soll die Gemeinden anregen, die Arbeit für unsere Glaubensgeschwister in aller Welt zu intensivieren, wichtig zu nehmen und zu unterstützen. Wir brauchen dazu weiterhin Mitglieder, persönliche oder auch die von Gemeinden. Die ev. - ref. Gemeinde Bentheim ist ein herausragendes Beispiel – andere können und sollen folgen.


Vielen Dank.