Jahresfest 2012

Der Blick vom Kirchturm hinaus in die Welt

Christen haben überall auf der Welt eine Heimat. Sie sind im Glauben verbunden und diese Verbindung ist stärker als Grenzen, Sprachen und Kulturen. In diesem Bewusstsein ging die GAW-Hauptgruppe Osnabrück bei ihrem 169. Jahresfest auf Weltreise. Stationen waren Lateinamerika und Estland.

GAW - Jahresfest 2012
Beim 169. Jahresfest standen Lateinamerika und Estland im Mittelpunkt, v. li. Enno Haaks, Hans Hentschel, Hartmut Giesecke von Bergh und Ursula Mally. 

Das GAW Osnabrück war zu Gast in den Gemeinden des Kirchenkreises Bramsche. In allen Gemeinden hielten GAW-Prediger die Ansprachen, in der St. Martin Kirche und im Gemeindehaus fanden der Diasporaabend und die Festversammlung statt. Dabei erzählte Enno Haaks, Generalsekretär des GAW, auch von seinen persönlichen Erfahrungen als Pfarrer in Santiago/Chile. „Evangelisch in Lateinamerika“ so der Titel seines Vortrages, außerdem stellte er Projekte aus dem Südamerikaplan des GAW vor. Haaks berichtete vom Gemeindeleben in Lateinamerika und beschrieb Projekte in Kolumbien, Venezuela und Bolivien. Die Hilfe des GAW sei auch immer ein Anlass zur eigenen Motivation in den Gemeinden.

Er empfahl den deutschen Christen „den Blick über den Tellerrand der eigenen Gemeinde“, um das schwierige Glaubensleben der lateinamerikanischen Protestanten stärker ins Bewusstsein zu rücken. “Das hilft, die eigenen Probleme zu relativieren“, so der GAW  Generalsekretär.

Dieser Blick über den Tellerrand gehört seit Jahren zum Kirchenkreis Bramsche. Ursula Mally, Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses, berichtete über die Verbindung zu Viliandi in Estland. Diese intensiven
Glaubenverbindungen wurden beim GAW Jahresfest gehört, gesehen und erschmeckt. Ursula Mally und Pastorin Dorit Asendorf erzählten von den Begegnungen mit estländischen Protestanten, sie zeigten Bilder und tischten estländische Spezialitäten auf.

Hans Hentschel, Superintendent in Bramsche, und Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer signalisierten, die Arbeit des GAW Osnabrück zu unterstützen. Jede Hilfe werde dankbar angenommen, versicherte Hartmut Giesecke von Bergh. Der Vorsitzende der Hauptgruppe nannte fünf Projekte in aller Welt, die die Hauptgruppe mit 10.000 Euro in diesem Jahr fördert.