Die Meller Frauengruppe
Die Meller Frauengruppe
Nach dem Jahr 1842, nachdem der Gustav- Adolf- Verein gegründet worden war, fiel der Gedanke zur Unterstützung und Hilfe von evangelischen Christen auch in Melle auf fruchtbaren Boden. 
Im Jahr 1859 war in Melle zum ersten Mal von einer Gründung die Rede, aber erst das Jahr 1877 gilt als offizielles Datum für den Meller Gustav- Adolf- Frauenverein.
Die Frauenvereine der Anfangszeit trugen Sorge für Schulen, Konfirmanden, Witwen, Waisen und Waisenhäuser. Die Frauen handarbeiteten, strickten und nähten, sammelten aber auch schon Geld.
Aus der Chronik lässt sich leider nicht ersehen, welche Gemeinden in den frühen Jahren von der Meller Gruppe unterstützt wurden.
Während der Zeit der Nationalsozialisten wurden kirchliche Gruppen bedrängt und bedroht. Viele Gruppen lösten sich auf. Die Meller Frauen ließen sich jedoch nicht beeindrucken und trafen sich weiterhin heimlich im Hinterzimmer einer Gaststätte.
Nach dem zweiten Weltkrieg half der Meller Verein den Christen, die aus den deutschen Ostgebieten geflüchtet waren, und schickte Hilfsgüter ins Emsland. Die Frauen sammelten Bettwäsche, Matratzen, Elektroherde, Kochtöpfe, Porzellan, Bestecke und vieles mehr. Mit Lastwagen heimischer Firmen wurden dann diese Güter ans Ziel gebracht. 
Diese Welle der Hilfsbereitschaft setzte sich in den folgenden Jahren fort, bis die größte Not gewichen war, und man daran denken konnte, neue evangelische Gemeinden zu gründen. Später wurden Gemeinden in der sowjetisch besetzten Zone in Ostdeutschland mit Sachspenden unterstützt.
Heute schließt sich die Frauengruppe Melle den jährlich wechselnden Projekten der Frauenarbeitsgemeinschaft in Leipzig an. Die St. Petri Gemeinde in Melle stellt für die Frauengruppe einen Raum zur Verfügung, wo sie sich einmal im Monat trifft. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist heute, Hintergründe und Informationen über das jeweilige Land zu erfahren, das gerade Gegenstand des Jahresprojektes ist. Sie beteiligt sich ebenfalls an den Anliegen der Hauptgruppe Osnabrück im Gustav- Adolf- Verein.
 
Edda Kreiensiek,
Leiterin der GAW-Frauengruppe, Melle